Das Spiel beginnt mit einem normalen Schachbrett. Zwei Seiten, aufgestellte Figuren und bekannte Regeln. Jede Figur hat ihre eigenen Möglichkeiten und Grenzen. Hier liegt die Stärke von Schach. Alles ist sichtbar, jede Bewegung kann nachvollzogen werden und theoretisch ist jede Situation berechenbar.
Die Karten verändern dieses Prinzip nicht ... direkt. Sie greifen nur für kurze Zeit in einzelne Situationen ein. Der Ursprung dieser Karten liegt in einer Schnapps-Idee. Nicht jede Regel des Spiels muss immer befolgt werden.
Im Laufe vieler Partien entstanden deshalb sogenannte Ausnahmen. Einzelne Bewegungen wurden verändert, Figuren geschützt, eingeschränkt oder für kurze Zeit anders eingesetzt. Diese Ausnahmen wurden gesammelt und später in Form von Karten festgehalten. Eine Karte steht damit immer für eine bestimmte Abweichung von den normalen Regeln. Sie verändert nicht das gesamte Spiel, sondern nur eine konkrete Situation.
Jede Karte hat einen eigenen Zweck. Einige schränken gegnerische Figuren ein. Andere eröffnen neue Bewegungsmöglichkeiten oder schützen eigene Figuren. Manche beeinflussen, welche Figur ein Spieler im nächsten Zug verwenden muss.
Die Wirkung ist dabei immer zeitlich begrenzt. Sobald die Wirkung endet, gelten wieder die normalen Schachregeln. Ein Spieler kennt zwar weiterhin die Regeln auf dem Brett, muss aber berücksichtigen, dass sich bestimmte Möglichkeiten kurzfristig verändern können.
Dadurch bleibt das Brett die Grundlage des Spiels. Die Karten ergänzen es, ersetzen es aber nicht. Es entstehen Situationen, die es im normalen Schach nicht gibt.